Gewichtskontrolle und Nährstofftherapie
Gewichtsreduktion in der Perimenopause oder bei PCOS (Polycystischem Ovarsyndrom)
Mit Beginn der Perimenopause verändert sich der Stoffwechsel. Diese Übergangsphase vor der Menopause beginnt häufig um das 40. Lebensjahr und dauert in der Regel 4–8 Jahre. Sie ist oft geprägt von Hormonschwankungen und einer vermehrten Gewichtszunahme – insbesondere im Bauchbereich. Maßnahmen, die früher effektiv zur Gewichtsreduktion beigetragen haben, zeigen plötzlich weniger Wirkung.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
ein veränderter Grundumsatz des Stoffwechsels
der Abbau von Muskelmasse
schwankende Hormonspiegel, insbesondere von Östrogen und Cortisol
die Entwicklung einer Insulinresistenz
Die Gewichtskontrolle in dieser Lebensphase ist nicht nur aus ästhetischen Gründen wichtig, sondern vor allem im Hinblick auf die langfristige Gesundheit. Übergewicht, veränderte Blutfettwerte und erhöhte Blutzuckerwerte können zur Entstehung des sogenannten metabolischen Syndroms beitragen. Dieser Symptomkomplex umfasst Bluthochdruck, Hypercholesterinämie und Diabetes mellitus und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erheblich.
Frühzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, ist daher entscheidend für ein gesundes Altern.
Da viele Frauen in dieser Lebensphase häufiger ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt aufsuchen als den Hausarzt, möchten wir hier eine wichtige Rolle übernehmen. Die Gewichtsreduktion stellt dabei einen zentralen Baustein dar.
Aber auch jüngere Frauen, bei denen z.B. ein PCOS vorliegt, haben es wegen ihres Stoffwechsels erheblich schwerer, Gewicht zu reduzieren. Auch an diese Gruppe richtet sich unser Angebot.
Wir bieten Ihnen daher eine spezielle Sprechstunde an, in der wir Sie individuell und gezielt beim Abnehmen unterstützen.
Ablauf der Sprechstunde:
Bestimmung Ihrer Ausgangssituation („Baseline“): Analyse von Hormonen, Blutfetten, Blutdruck und weiteren relevanten Parametern
Ernährungsanalyse: Bewertung Ihrer aktuellen Ernährung und möglicher Nährstoffdefizite
Durchführung eines HOMA-Tests sowie Bestimmung des Langzeitblutzuckers (HbA1c)
Edukation mit Unterstützung der Zanadio-Gesundheitsanwendung
Bei Bedarf: Einleitung einer medikamentösen Therapie
Die Sprechstunde zur Gewichtsreduktion basiert auf einer ausführlichen Beratung, in der wir gemeinsam ein individuelles Konzept für Sie erarbeiten. Es handelt sich hierbei um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).
Wenn Sie Interesse an diesem Angebot haben, kontaktieren Sie uns gerne in der Praxis.
Bei der Terminbuchung erhalten Sie weitere Informationen zum Ablauf der Sprechstunde. Dort können Sie auch vorab Erhebungsbögen herunterladen und ausgefüllt zum Termin mitbringen, um die gemeinsame Zeit möglichst effektiv zu nutzen.
Falls bei Ihnen kürzlich eine umfassende Laboruntersuchung beim Hausarzt durchgeführt wurde, bringen Sie die Ergebnisse bitte mit. Idealerweise sollten diese nicht älter als drei Monate sein.
Nährstofftherapie
Es gibt Frauen, die scheinbar alles richtig machen: Das Gewicht stimmt, die Ernährung ist ausgewogen, sie achten auf eine gesunde Work-Life-Balance, treiben regelmäßig Sport und integrieren vielleicht sogar Yoga in ihren Alltag – und fühlen sich dennoch ständig erschöpft.
Oft entsteht dabei das Gefühl, als würde dem Körper etwas fehlen. Gleichzeitig zeigen die üblichen Untersuchungen beim Hausarzt unauffällige Ergebnisse. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen und gezielt nach möglichen Ursachen zu suchen.
Dabei geht es um die individuelle Stoffwechselempfindlichkeit: Was raubt Ihnen Energie? Gibt es versteckte Defizite? Und können Vitamine oder Mineralstoffe – in der richtigen Dosierung und Zusammensetzung – eine unterstützende Rolle spielen?
Im Rahmen unserer Sprechstunden zur Gewichtsreduktion sowie in der Hormonsprechstunde berücksichtigen wir diesen Aspekt des Stoffwechsels automatisch mit, wenn sich eine entsprechende Fragestellung ergibt oder ein gewünschter Behandlungserfolg ausbleibt.