Vorsorgekonzept
Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung und Prävention von Krebserkrankungen. Für ein aktives und erfülltes Leben gehört jedoch mehr dazu. Wie lassen sich die Signale des eigenen Körpers verstehen? Ist alles im Gleichgewicht? Ihre individuelle Beratung und Betreuung stehen bei uns im Mittelpunkt, da sich Wünsche und Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern.
Der folgende Leistungskatalog gibt Ihnen einen Überblick über unser Angebot. Ergänzend finden Sie in unserer Infothek weitere Informationen und Themen.
Krebsvorsorgeuntersuchung und Leistungen der gesetzliche Krankenkassen
Gesetzlich krankenversicherte Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren werden alle 5 Jahre persönlich und regelmäßig durch eine Patienteninformation über das Krebsfrüherkennungsprogramm informiert und zum Screening eingeladen. Nach dem 65. Lebensjahr endet das Vorsorgeprogram nicht es entfällt lediglich die Einladung alle 5 Jahre.
Ab dem 20. Lebensjahr:
Das ärztliche Gespräch mit Erhebung der Krankengeschichte
Die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane und genaue Betrachtung der genitalen Hautregion
Die Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane mit Hilfe eines Spekulums sowie der bimanuellen Tastuntersuchung
Den Vaginalabstrich vom Gebärmuttermund und Gebärmutterhals
Vom 20-25 Lebensjahr Screening auf Chlamydien:
Jährliche Untersuchung des Urins auf die Sexuell übertragbare Chlamydieninfektion
Ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich:
Die Untersuchung der Brust und ableitenden Lymphknoten
Die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust
Ab dem 35 Lebensjahr verändert sich das Screening für Gebärmutterhalskrebs:
Frauen ab dem Alter von 35 Jahren erhalten alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung (Ko-Testung) bestehend aus Pap-Abstrich und HPV-Test. Ein vom Gebärmutterhals entnommener Abstrich wird hierbei sowohl auf Humane Papillomviren (HPV) als auch auf Zellveränderungen untersucht.
Ab dem 50. Lebensjahr bis zum 75. Lebensjahr Teilnahme am Mammografie-Screening alle 2 Jahre
Das Screening umfasst:
Schriftliche Einladung in eine zertifizierte Screening-Einheit. Mit der Einladung erhalten Sie ein Informationsblatt zum Screening.
schriftliche Anamnese
Röntgen beider Brüste (Mammografie)
Doppelbefundung der Röntgenaufnahmen durch zwei unabhängige Untersucher
Befundmitteilung innerhalb von sieben Werktagen
Im Falle eines verdächtigen Befundes erfolgt die persönliche Information und eine Einladung zur weiteren diagnostischen Abklärung. Dies veranlasst die jeweilige Screening-Einheit.
Anleitung Selbstuntersuchung der Brust
Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter, Eierstöcke und Blase
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist eine wichtige und schonende Ergänzung in der frauenärztlichen Diagnostik. Sie ist schmerzfrei, nebenwirkungsfrei und belastet nicht stärker als eine gynäkologische Untersuchung.
Bei der vaginalen Sonographie werden die inneren Geschlechtsorgane mit einer Ultraschallsonde über die Scheide untersucht. Durch die hohe Auflösung können feine Strukturen gut dargestellt werden, z. B. Myome, Polypen, die Dicke der Gebärmutterschleimhaut, frühe Schwangerschaften sowie der Herzschlag des Embryos ab der 6.–7. Schwangerschaftswoche.
Auch Veränderungen der Eierstöcke, wie Zysten oder das Follikelwachstum, lassen sich beurteilen. Eileiter sind meist nur bei Flüssigkeit sichtbar, eine Eileiterschwangerschaft kann häufig erkannt werden.
Untersuchung und Ultraschalluntersuchung der Brust
Bei der Ultraschalluntersuchung der Brust lassen sich viele Veränderungen darstellen, die aufgrund ihrer geringen Größe bei einer Tastuntersuchung nicht aufgefallen wären. Insbesondere junge Frauen mit festem Brustdrüsengewebe (Mastopathie) profitieren von einer Ultraschalluntersuchung der Brust. Insbesondere wenn man eine sehr knotige Brust hat und Verunsicherungen bei der Selbstuntersuchung entstehen, kann mit dem Ultraschall für Klarheit gesorgt werden.
Thin Prep- Pap Test eine alternative Form des Krebsvorsorgeabstriches
Der ThinPrep-Pap-Test ist eine alternative Form des Krebsvorsorgeabstrichs. Dabei werden die vom Muttermund entnommenen Zellen nach dem Abstrich in eine Konservierungsflüssigkeit gegeben. Im Labor erfolgt anschließend eine spezielle Aufbereitung, sodass die Zellen klarer dargestellt und besser beurteilt werden können als beim herkömmlichen Abstrichverfahren.
Studien belegen die Überlegenheit der Dünnschichtzytologie gegenüber dem konventionellen Verfahren. Die Kosten für diesen Test werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.